DM Berlin: Gold und Silber für NLV-Athletinnen

ur - (05.08.2019) Es sind vor allem die Frauen, die auf den nationalen Titelkämpfen der Leichtathletik in Berlin für Jubel und Glücksgefühle beim NLV sorgten. Ihnen verdankt der niedersächsische Leichtathletikverband, dass er im Kampf um Medaillen und Podiumsplätze nicht leer ausging. Daher zieht NLV-Präsident Uwe Schünemann insgesamt ein positives Fazit nach den Deutschen Meisterschaften im Olympia-Stadion: „Es herrschte eine tolle Atmosphäre, der Zuschauerzuspruch war besser als erwartet und unsere NLV-Athletinnen waren auch immer mal wieder für eine positive Überraschung gut. Einmal Gold und dreimal Silber, dazu  Platzierungen im Spitzenfeld, wir können zufrieden sein. Beste Voraussetzungen für die Titelkämpfe 2020, die in unserem Verband in Braunschweig stattfinden“.


Sie selbst sah sich nicht als Titelaspirantin und daher zählt ihr Sieg auch zu den Überraschungen auf der „blauen Bahn“ in Berlin. Luna Bulmahn (VfL Eintracht Hannover)  gewann die 400 m in neuer persönlicher Bestzeit von 52,37 Sekunden. Entscheidend für ihren Erfolg war, dass sie auf der Zielgeraden noch einmal attackieren konnte. Luna Bulmahn: „Ich bin sprachlos. Ich hatte mir Chancen auf eine Medaille ausgerechnet, aber nie daran gedacht, gegen die starken Konkurrentinnen zu gewinnen“. Ruth Sophia Spelmeyer (VfL Oldenburg) lief in 53,65 Sekunden (Halbfinale 53,42 Sek.) als Fünfte über die Ziellinie.

Zweimal Silber gab es am ersten Wettkampftag für niedersächsische Athletinnen. Wenn sie auch gerne ein wenig höher gesprungen wäre, so strahlte Imke Onnen (Hannover 96) doch, als ihr Uwe Schünemann die Silbermedaille für ihren zweiten Rang im Hochsprung umhängte. „Letztendlich bin ich auch heute mit 1,87 m zufrieden. Das Einspringen war eigentlich katastrophal, ich rechnete schon mit dem Schlimmsten für den Wettkampf. Daher bin ich froh, dass es doch noch 1,87 m und Silber geworden sind.“. Eine neue Saison-Bestleistung erzielte Lale Eden (Hannover 96) mit 1,80 m und einem fünften Rang.

Sie war die Titelverteidigerin im Dreisprung, Neele Eckardt von der LG Göttingen. Noch vor Wochen hätten auch sie und ihr Trainer Frank Reinhardt nicht daran gedacht, dass sie nach langer Krankheit für Berlin wieder fit geworden wäre. Darum ist die Silbermedaille mit einer Weite von 13,93 m ein toller Erfolg für die Göttingerin und sicherlich für diese Saison „noch nicht das Ende der Fahnenstange“. Knapp an einer Medaille vorbei schrammte Kira Wittmann (SV Quitt Ankum). 13,19 m (ein Zentimeter hinter ihrer Bestleistung) bedeuteten Platz vier.

Auch Merle Homeier (VfL Bückeburg) blieb bei ihrem Sprung auf den zweiten Podestplatz mit 6,42 m nur drei Zentimeter hinter ihrer Bestleistung zurück. Der Weitsprung zählte am zweiten Wettkampftag zu den spannendsten und spektakulärsten Disziplinen. Und Merle Homeier behauptete sich in dem Wettbewerb, in dem die Siegerin Weltjahresbestleistung sprang, mit ihrem zweiten Rang vor starker Konkurrenz.

Eine neue Saisonbestleistung musste Fabian Dammermann (LG Osnabrück) schon bringen, um über 400 m auf den fünften Rang zu laufen. 46,45 Sekunden, eine tolle Leistung. Über 3000 m Hindernis der Frauen erreichte Lea Meyer (VfL Löningen) in 9:59,38 Minuten  ebenfalls einen fünften Platz. Knapp dahinter auf Rang sechs Josina Papenfuß (TSG Westerstede), die mit 10:03,42 Minuten neue persönliche Bestzeit lief. Über ihren fünften Platz im 5000 m – Rennen freute sich Svenja Pingpank (Hannover Athletics) in 16:14,13 Minuten. Zwei Plätze hinter ihr Christina Gerdes BV Garrel) auf Platz sieben mit neuer Saisonbestleistung von 16:26,80 Minuten.

Unsere Sprinterinnen schafften den Einzug in die Finalläufe über 100 m und 200 m und liefen jeweils als Sechste über die Ziellinie. Anna Lena Freese (FTSV Jahn Brinkum) über die kurze Sprintstrecke in 11,50 Sekunden (Halbfinale 11,44 Sek.), Pernilla Kramer (VfL Wolfsburg) mit neuer Saisonbestleistung von 23,65 Sekunden über die 200 m. Und im Hammerwurf freute sich Cathinca van Amerom (Hannover 96) über Rang sechs. Ihre Weite: 58,77 m.  Und in einem rein taktisch geprägten Rennen über 1500 m der Männer schaffte es mit Maximilian Pingpank (Hannover Athletics) mit 3:58,30 Minuten einer unserer männlichen Athleten auf den siebten Rang. In der guten Zeit von 45,35 Sekunden hatte sich die StG StaffelTeam Niedersachsen über 4 x 100 m der Frauen den sechsten Rang erlaufen. Zum Team gehörten T. Schulz, M. Janiak, S. Häßler und L. Böder.



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