Fragen & Antworten

Bananenschalen: Die Zersetzung einer Bananenschale dauert in der Regel etwa 2 bis 10 Tage, in manchen Gegenden kann es aber auch etwas länger dauern, bis zu einem Monat.

Ein Apfel: Ein Apfel zersetzt sich in der Regel innerhalb von ein paar Wochen bis Monaten. Faktoren wie die Größe des Apfels, das Klima und die Tatsache, ob er ganz oder geschnitten ist, können den genauen Zeitraum beeinflussen.

Plastikverpackungen: Plastikverpackungen brauchen wesentlich länger, um sich zu zersetzen. Bei den meisten Kunststoffverpackungen kann es zwischen 20 und 500 Jahren dauern, bis sie sich vollständig zersetzt haben. Einige Arten von Kunststoffen zersetzen sich möglicherweise nicht vollständig und zerfallen stattdessen in kleinere Mikroplastikteile, die in der Umwelt verbleiben.

 

Der CO2-Fußabdruck eines Papierbechers im Vergleich zu einem wiederverwendbaren Plastikbecher kann unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie Produktion, Verwendung und Entsorgung jedes Bechertyps bewertet werden.

Papierbecher

Herstellung: Die CO2-Emissionen bei der Herstellung eines Pappbechers umfassen das Fällen von Bäumen, die Verarbeitung von Holz zu Papier, die Herstellung des Bechers und alle zusätzlichen Materialien wie Kunststoffauskleidungen. Im Durchschnitt entstehen bei der Herstellung eines einzigen Pappbechers etwa 0,024 kg CO2.

Verwendung: Pappbecher sind in der Regel Einwegbecher, was bedeutet, dass für jedes Getränk ein neuer Becher benötigt wird, was im Laufe der Zeit zu höheren CO2-Emissionen beiträgt.

Beseitigung: Pappbecher landen oft auf Mülldeponien, und obwohl sie sich zersetzen können, kann bei diesem Prozess Methan freigesetzt werden, ein starkes Treibhausgas. Die Recyclingquoten für Pappbecher sind aufgrund der Kunststoffauskleidung niedrig, was den Recyclingprozess erschwert.

Wiederverwendbarer Plastikbecher

Herstellung: Die Herstellung eines wiederverwendbaren Kunststoffbechers hat in der Regel einen höheren anfänglichen CO2-Fußabdruck, da die Herstellung von Kunststoff energieintensiv ist. Bei der Herstellung eines Kunststoffbechers können etwa 0,5 kg CO2 entstehen.

Verwendung: Der Umweltvorteil eines wiederverwendbaren Kunststoffbechers ergibt sich bei wiederholtem Gebrauch. Nach etwa 20-50 Benutzungen sind die kumulierten CO2-Emissionen eines wiederverwendbaren Kunststoffbechers geringer als bei der kontinuierlichen Verwendung von Einweg-Papierbechern.

Entsorgung: Wiederverwendbare Kunststoffbecher können bei ordnungsgemäßer Pflege jahrelang verwendet werden, wodurch sich die Häufigkeit der Entsorgung verringert. Am Ende ihrer Lebensdauer können sie jedoch zur Kunststoffverschmutzung beitragen, wenn sie nicht ordnungsgemäß recycelt werden.

Vergleich

Um einen aussagekräftigen Vergleich anzustellen, nehmen wir an:

Pappbecher für den einmaligen Gebrauch: 0,024 kg CO2 pro Gebrauch.

Wiederverwendbarer Plastikbecher: 0,5 kg CO2 für die Herstellung, geteilt durch die Anzahl der Verwendungen.

Wenn ein wiederverwendbarer Plastikbecher benutzt wird:

20 Mal: CO2 pro Gebrauch = 0,5 kg / 20 = 0,025 kg CO2 pro Gebrauch.

50 Mal: CO2 pro Gebrauch = 0,5 kg / 50 = 0,01 kg CO2 pro Gebrauch.

100-mal: CO2 pro Gebrauch = 0,5 kg / 100 = 0,005 kg CO2 pro Gebrauch.

Ein wiederverwendbarer Kunststoffbecher ist also nach etwa 21 Benutzungen umweltfreundlicher als ein Pappbecher. Je öfter er verwendet wird, desto kleiner wird sein CO2-Fußabdruck pro Verwendung.


Fazit: Wiederverwendbare Kunststoffbecher (zB faltbare Becher oder Plastik-Becher des Veranstalters) sind eigentlich schon die bessere Alternative. Bei einem Halbmarathon mit 4 Wasserstellen wäre der CO2-Fußabdruck zB bereits nach  4-5 Rennen ausgeglichen. Wird der Becher jedoch nicht so oft verwendet bzw. geht kaputt oder verloren, ist die CO2-Bilanz des Pappbechers dagegen besser - immer vorausgesetzt, dass der Becher ohne großen CO2-Aufwand vor Ort gespült wird und dafür nicht noch per Auto herumgefahren wird.

Bagasse- und Bambusbecher sind unter den richtigen Bedingungen in industriellen Kompostieranlagen in Deutschland kompostierbar. Es ist jedoch wichtig sicherzustellen, dass die Becher keine zusätzlichen nicht abbaubaren Materialien oder Beschichtungen enthalten, die den Kompostierungsprozess behindern könnten. Dabei sind Bagasse-Becher die bessere Alternative, da sie sehr schnell zerfallen.  Bambus-Becher können dagegen in industriellen Kompostieranlagen zwar zersetzt werden, aber der Prozess kann mehrere Monate dauern. In heimischen Kompostanlagen, wo die Bedingungen weniger kontrolliert sind, kann der Abbau erheblich länger dauern.

Der  CO2-Fußabdruck von Anbau und Transport der folgenden Obst- und Gemüsesorten kann bei Verzehr in Deutschland wie folgt beziffert werden: 

Banane: ~0,80 kg CO2e pro kg

Regional angebauter Apfel: ~0,30 kg CO2e pro kg

Birne aus regionalem Anbau: ~0,35 kg CO2e pro kg

Wassermelone: ~0,40 kg CO2e pro kg

Gurke: ~0,25 kg CO2e pro kg

In Summe sind regional angebaute Äpfel und Salatgurken die Verpflegungsarten mit dem geringsten CO2-Fußabdruck. Bananen sind dagegen ökologisch am schlechtesten einzustufen.

 

Exemplarisch für eine Anreise von 100 km:

Bus: 3 kg CO2 pro Person

Zug: 4 kg CO2 pro Person

Auto (eine Person): 14.2 kg CO2

Auto (vier Personen): 3.55 kg CO2 pro Person

Flugzeug: 28.5 kg CO2 pro Person

Dh ein Auto, in dem 4 Personen reisen, hat einen vergleichbaren CO2-Fußabdruck zur Fahrt mit dem Zug. Empfehlung daher: bildet Fahrgemeinschaften! Alternativ:  nutzt Flixbus oder öffentliche Verkehrsmittel - diese sind sogar noch umweltfreundlicher.

 

Es gibt mehrere ökologische Alternativen zu herkömmlichen Absperrbändern aus Plastik, die sowohl umweltfreundlicher sind als auch in verschiedenen Anwendungsszenarien genutzt werden können:

  • Wiederverwendbare Absperrbänder aus Baumwolle oder anderen Naturfasern
  • Papierbasierte Absperrbänder aus robustem, beschichtetem Papier
  • Bioplastik-Absperrbänder: zB aus Pflanzenstärke oder Polylactid, biologisch abbaubar/kompostierbar
  • Wiederverwendbare Absperrbänder aus robusten, langlebigen Materialien wie Textilien oder dickem Kunststoff, die speziell für wiederholte Verwendungen entwickelt wurden.
  • Absperrbänder aus recycelten Materialien (zB recyceltem Kunststoff oder anderen recycelten Materialien)
  • Vorteile: Sie helfen, den Einsatz neuer Rohstoffe zu reduzieren und fördern das Recycling.
  • Stoffbänder aus verschiedenen Stoffen, oft mit einem natürlichen Färbemittel behandelt.
  • Abbaubare Polyester-Bänder

Die Wahl der besten ökologischen Alternative hängt von den spezifischen Anforderungen und Bedingungen der Anwendung ab. Für kurzfristige und einmalige Ereignisse könnten Papier- oder Naturfaserbänder ideal sein, während für langfristige oder wiederholte Anwendungen wiederverwendbare oder recycelte Materialien sinnvoller sein könnten.