Herbert Hopf verstorben
Am 4.7. verstarb im Alter von 87 Jahren in Oberkirch (Baden) nach schwerer Krankheit Prof. em. Dr. Herbert Hopf. Hopf war ab 1976 Professor für Sportpädagogik an der Georg-August-Universität in Göttingen. Von 1993 bis 1997 bekleidete er das Amt des Lehrwarts im DLV. Über 10 Jahre bis 2022 war Hopf im NLV in der Bildung tätig. Als Referent war er in der C-Trainer-Ausbildung vor allem für die Themen Pädagogik und Prävention sexualisierter Gewalt im Sport engagiert. Zahlreiche Fortbildungen zu pädagogischen und didaktischen Themen hat er gehalten. Er war bekannt für seine Rhetorik und seine ausdrucksstarke Vortragsart. Er setzte sich stark für das Thema Prävention sexualisierter Gewalt im Sport ein (u.a. NLV-Pressekonferenz 2013 zu einer Studie zur sexualisierten Gewalt im Kinder- und Jugendsport der niedersächsischen Leichtathletik-Vereine). Außerdem wirkte er lange Jahre an der Erstellung der Lehrgangsbroschüre mit. Mitglied in der Fachkommission Bildung des NLV war er von 2007 - 2022.
Als aktiver Leichtathlet war Hopf Hochspringer. Seine Bestleistung erzielte er am 11.8.1963 in Augsburg mit 2,04m, als er zum zweiten Mal nach 1962 Deutscher Meister wurde. Später war er Bundestrainer Frauen Hochsprung und in dieser Funktion u.a. für die Hochspringerinnen Ulrike Meyfarth, Ellen Mundinger und Renate Gärtner bei den Olympischen Spielen 1972 in München zuständig. Mit Ellen Mundinger lebte er später bis zum Schuss zusammen.