Königstein und Saathoff laufen beim Marathon-Heimspiel aufs Podest

  14.04.2026    NLV News Leistungssport Wettkampf
Deutsche Meisterschaften in Hannover: Die beiden Niedersächsinnen überzeugen mit Silber und Bronze. Bei den Männern ist der Braunschweiger Laufclub vorne mit dabei und Jonas Kulgemeyer räumt seinen zweiten R5K-Sieg in Folge ein.

Vom Regen verschont geblieben, optimale Temperaturen und fantastische Stimmung an der Strecke: Der diesjährige ADAC Marathon Hannover, in dessen Rahmen traditionell auch das Rennen um die DM-Medaillen ausgetragen wurde, konnte wieder einmal abliefern. Das Marathon-Wochenende in der niedersächsischen Landeshauptstadt bot nicht nur Highlights für Groß und Klein, sondern begeisterte vor allem mit spannenden Entscheidungen um Top-Platzierungen und neue Bestzeiten. Im Marathonrennen der Frauen präsentierten sich dabei gleich zwei Athletinnen aus Niedersachsen von ihrer besten Seite: Fabienne Königstein wurde am Sonntagvormittag Deutsche Vizemeisterin im Marathon, Katharina Saathoff bejubelte anschließend den Bronzerang.

Ihren dritten Sieg in Serie konnte in Hannover Domenika Mayer (LG Teils Finanz Regensburg) einfahren. Der alten und neuen Deutschen Meisterin gelang dabei mit einer Zeit von 2:21:26 Stunden gleichzeitig ein neuer Streckenrekord, der zudem Rang zwei in der Ewigen Deutschen Bestenliste bedeutet. Sie und Fabienne Königstein, die an diesem Tag ihr Debüt für Hannover 96 gab, setzten sich früh vom Rest des Feldes ab und konnten auch die internationale Konkurrenz deutlich abhängen. Nachdem Königstein die Halbmarathonmarke nach 1:11:25 Stunden eine Minute hinter Mayer passierte, forderte der zweite Teil des Wettkampfes der 33-Jährigen dann noch einmal alles ab: „Ich habe am Anfang viel riskiert, denn bei Meisterschaften geht es um den Titel. Dementsprechend war die zweite Hälfte schon sehr hart. Aber ich bin glücklich, nach der kurzen Vorbereitungszeit eine solche Zeit gelaufen zu sein“, bilanzierte Königstein später im Ziel, nachdem die Uhren für die Athletin von Hannover 96 nach 2:24:31 Stunden gestoppt waren. Nach einer längeren Verletzungsphase triumphierte Königstein hier mit der zweitschnellsten Zeit ihrer Karriere.

Auch die Bronzemedaille ging bei den Frauen nach Niedersachsen: Katharina Saathoff vom Braunschweiger Laufclub erreichte nach 2:30:52 Stunden das Ziel und pulverisierte ihren Hausrekord damit um mehr als drei Minuten. Rang fünf in der DM-Wertung belegte außerdem Lisa Huwatscheck: Die Athletin von Hannover 96 beendete ihren Marathon nach 2:36:30 Stunden, gewann damit die Silbermedaille in der W35 und durfte mit ihren Vereinskolleginnen Fabienne Königstein und Teresa Krüger in der Mannschaftswertung nach ganz oben auf das Treppchen klettern. Silbermedaillen fuhren auch Susan Witte (TSR Olympia Wilhelmshaven) und Madeleine Bolton Narbona (LG Nordheide) ein. Während Witte sich mit einer Zeit von 2:47:19 Stunden in der W45 auf Rang zwei platzierte, war Bolton Narbona in der W50 in 3:01:16 Stunden die zweitschnellste Athletin. Hannelore Lyda von der SG Bredenbeck-Holtensen wurde in der W65 neue Deutsche Meisterin.

Trio vom Braunschweiger Laufclub auf Rang vier

Bei den Männern erreichte Maru Kibet aus Kenia nach 2:07:53 Stunden als Gesamtschnellster den Zielbereich vorm Neuen Rathaus. Den DM-Titel schnappte sich anschließend Tom Thurley von Munich Athletics. Für ihn stoppte die Uhr nach 2:11:02 Stunden. Aus niedersächsischer Sicht waren Nicolai Riechers und Raoul Janning am schnellsten unterwegs: Das Duo vom Braunschweiger Laufclub überquerte nach 2:30:53 Stunden zeitgleich die Ziellinie und reihte sich in der DM-Durchlaufwertung der Männer auf Rang 25 und 26 ein. Gemeinsam mit ihrem Vereinskollegen Tim Kuhlmann sicherten sie sich außerdem Rang vier in der Mannschaftswertung.

Medaillen sammelten die Männer in den weiteren Altersklassen. So lief Eric Ole Völkening vom TuS Niedernwöhren in der männlichen Jugend U23 mit einer Zeit von 2:38:48 Stunden zu DM-Gold. Magnus Gödiker vom Haselünner SV wurde in der M50 Deutscher Vizemeister und ließ eine Zeit von 2:38:53 Stunden auf sein Konto verbuchen. Bronzemedaillen durften sich außerdem Guido Vollkommer und Wolfgang Ratsch um den Hals hängen lassen. Während Vollkommer (Hannover 96) in der M60 nach 2:47:57 Stunden sein Rennen beendete und gemeinsam mit seinen Vereinskollegen Olaf Battermann und Dirk Meyer in der Mannschaftswertung der M50-M60 den Sieg einfuhr, reihte sich Ratsch (Marathonclub Walsrode) in der M75 an Position drei ein.

Jonas Kulgemeyer mit dem zweiten Sieg in Folge

Im Rahmen des Familientages am Samstag wurde am vergangenen Wochenende in Hannover auch ein Rennen der R5K-Laufserie – initiiert von German Road Races und dem Deutschen Leichtathletik-Verband – ausgetragen. Unter den Nachwuchsläufern der männlichen U23 wurde hier Jonas Kulgemeyer seiner Favoritenrolle gerecht. Der Athlet vom Osnabrücker TB benötigte für den Rundkurs 14:37min und holte sich nach dem Erfolg beim Paderborner Osterlauf den zweiten R5K-Sieg in Folge. Rang zwei ging in dieser Konkurrenz an Floyd Schnaars. Der Läufer vom TV Lilienthal konnte ebenfalls dem Wind trotzen und kam nach 15:31min ins Ziel. In der weiblichen Jugend U23 belegte Anna Malena Wolff Lopez (Braunschweiger Laufclub) in 17:53min Rang drei. 

Martha Fahrenkrug