Ilse Funke verstorben

um-hj - (16.12.2016) Mit Ilse Funke verstarb eine Ikone der niedersächsischen Leichtathletik

Wie erst jetzt bekannt wurde verstarb am 28.November 2016 Ilse Funke aus Göttingen im Alter von 82 Jahren. Sie wurde – wie der jetzt vorliegenden Todesanzeige zu entnehmen ist – im kleinen Kreis beigesetzt.

Die Göttingerin gehörte seit 1966 als erste Frau dem Vorstand des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes an. Sie bekleidete zunächst drei Jahre lang das Amt der Schriftführerin. Von 1970 bis 1983 war sie Frauen- und von 1984 bis 1994 Jugendwartin. Vor der Zugehörigkeit zum NLV-Vorstand hatte sie bereits seit 1957 im Leichtathletikkreis Göttingen und im damaligen Bezirk Hildesheim mitgearbeitet. Sie war eine der ganz Stillen im Lande. In ihrer ruhigen Art nahm sie aber die ihr übertragenen Aufgaben sehr engagiert wahr.

Ilse Funke stand ihren Athletinnen und Athleten stets sehr nahe. Sie wusste wovon sie sprach, denn sie war selbst eine leistungsstarke Sprinterin. Als für die TG 46 Göttingen  startende Läuferin gewann sie 1953, 1955 und 1956 die Landestitel über 200 Meter.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem NLV-Vorstand hat die jahrzehntelang mit der Leichtathletik eng verbundene Göttingerin den Kontakt zu der von ihr so sehr geliebten Sportart nicht abreißen lassen. Bis ins hohe Alter war sie immer wieder bei interessanen Leichtathletikveranstaltungen zu sehen. Gern besuchte sie die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen. Begeisterte Zuschauerin war sie aber auch beim Weltklassemeeting im Letzigrund in Zürich.

Ihre engagierte Arbeit für die Leichtathletik wurde mit höchsten Ehrungen gewürdigt. Der DLV verleih ihr den Carl-Diem-Schild (heute DLV Ehrenschild). Der NLV ehrte sie mit der Verleihung des Walter-Weiß-Preises.

Eine gute Sportkameradin und eine zuverlässige Wegbegeliterin ist von uns gegangen. Wir werden ihrer stets gedenken.






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