Hammerwurf: Viele gute Leistungen

Siegerehrung der weibl. Jugend U20, unten das Kampfr. Team
ur - (22.06.2015) 62 Jugendliche und eine Frau trafen sich zum 3. Nationalen Jugend-Hammerwurfmeeting auf der Bezirkssportanlage in Braunschweig-Rüningen. Die Veranstaltung war die fünfte Station im „Deutschen Junioren-Cup 2015“. Aus insgesamt sechs Meetings (Halle/Saale, Fränkisch-Crumbach, Leverkusen,Berlin-Marzahn, Braunschweig und Bürstadt) werden die Sieger ermittelt. Die Wettkampfanlage war bestens präpariert, die Organisatoren um Klaus Schmidt (TuRa Braunschweig) und Willi Arno Fibich (Förderverein Wurfteam Braunschweig e.V.) hatten bestens vorgearbeitet, die 12 Kampfrichter waren geschult und kompetent und die Helfer im Wettkampfbüro leisteten schnelle Arbeit. Und selbst der Wettergott spielte insgesamt gesehen mit und hatte ein Herz für die Werfer und Werferinnen. Da kam selbst Joachim Lipske aus München, der Bundestrainer des männlichen C-Kaders, nicht um ein Lob herum. „Das Engagement um den Hammerwurf-Nachwuchs hat hier in Braunschweig Leuchtturm-Charakter“.


Jetzt mussten nur noch die Leistungen der jungen Athletinnen und Athleten stimmen. Und auch die Sportler ließen sich nicht „lumpen“. Im Wettbewerb der MJU18 gewann mit Marc Okun vom Leichlinger TV ein junger Mann, der bereits das Ticket für die WM in Kolumbien in der Tasche hat. Aber er ruhte sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern gewann mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 70,91 m. Schon mit deutlichem Abstand dahinter die Nächstplatzierten. Beste Niedersachsen waren Moritz Mollowitz (6.) mit 55,52 m und Tobias Kruse (7.) mit 55,12 m, beide von der SVG GW Bad Gandersheim. Die jungen Werfer um Hammerwurf-Trainer Peter Grajek nutzten die Gelegenheit, Wettkampf-Erfahrungen zu sammeln. Peter Grajek: „Die Jungs meiner Gruppe sind alle noch sehr jung. Sie müssen körperlich noch reifen und sich technisch vervollkommnen. Dann können sie auch in der Spitze mitmischen.“


Sie kam mit schlechter Laune und ging mit einem Lächeln. Gemeint ist Lia Heise vom Einbecker SV. Am Vortag hatte die junge Hammerwerferin aus dem „Stall“ von Wolfgang Schulz in Schweinfurt einen völlig verkorksten Wettkampf hingelegt. Nur ein gültiger Versuch, die Weite unter ihrem Niveau. Den Stimmungsumschwung schaffte sie dann in Braunschweig. Mit einem Vorsprung von drei Zentimetern gewann die junge Einbeckerin vor ihrer Dauerkonkurrentin Jessyka Schneider vom TV Hindelang mit 59,69 m zu 59,66 m. Grund für ein Lächeln. Aber auch die unterlegene Jessyka Schneider hatte Grund zur Freude. Ein kleiner Stofflöwe aus der „Löwenstadt“ Braunschweig war als Dankeschön für die längste Anreise von Hindelang gern gesehen.


Den Wettbewerb der WJU20 gewann Sophie Gimmler (LAZ Saarbrücken) mit einer Weite von 58,93 m vor Cathinca van Amerom (TSV Germania Helmstedt) mit 56.12 m. Charlene Woitha (SCC Berlin) siegte in ihrer Altersklasse U23 mit 64,26 m. Für die EM in Tallin ist sie bereits qualifiziert.












[2280]