Acht neue Starter ausgebildet

V.l.n.r.: Wolfgang Schirner (Referent), Stephan Engel, Dietrich Müller, Christiane Schulze, Ann Pape, Ditmar Grote, Jan Abelbeck, Martin Kilian, Kai Geffers
um-ws - (18.04.2017) Unter der bewährten Leitung von Joachim Mehler als Lehrgangsleiter und Wolfgang Schirner als Referent unterzogen sich am 01. April 2017 acht Kampfrichter der Ausbildung zum Starter. U.a. waren auch zwei Mitarbeiter aus dem LV Sachsen-Anhalt dabei, die mangels Ausbildungsangeboten im eigenen LV das Angebot im NLV wahrnehmen wollten.

In Tostedt trafen sich die Aspiranten dann zu einem eintägigen Lehrgang. Der Tag war mit den Lehrgangsinhalten recht vollgepackt. Neben der unabdingbaren theoretischen Ausbildung stand wie immer auch die praktische Betätigung auf dem Lehrplan.

Nachdem die Grundlagen für den Start, die die IWR in den diversen Regeln vorgibt, erarbeitet und dargestellt wurden, war der Vormittag eigentlich schon um. Die anschließende Mittagspause kam dann allen ziemlich recht, war der Vormittag doch ziemlich komprimiert. Dankenswerter Weise konnte die Versorgung der Lehrgangsteilnehmer durch die Kochkünste von Angela Schirner sichergestellt werden. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches „Dankeschön“ an Angela.

Nach der Pause wurde dann eingehend auf das Arbeitsgerät des Starters eingegangen. In Bezug auf rechtlicher Korrektheit gemäß den Vorgaben des deutschen Waffenrechts (Aufbewahrung, Transport, Führen, Einsatzerlaubnis) und besonders der Sicherheit mit dem Umgang von (Schreck-)Schusswaffen ist dieser Lehrgangsteil der eigentlich wesentliche Bestandteil der Ausbildung. Ist es doch das Wichtigste, das niemand im Rahmen der Ausübung des Starteramtes zu Schaden kommt – weder Sportler, Zuschauer und sonstige Unbeteiligte noch der Starter selbst. Denn für unsachgemäßen Umgang mit dem Startrevolver gibt es leider genügend traurige Beispiele. Meist sind Verletzungen beim Starter ursächlich im leichtsinnigen, nicht sach- und fachgerechten Umgang mit dem Startrevolver und/oder – viel schlimmer – einer fehlenden Ausbildung (zum Starter).

Im Anschluss an die Theorie stand dann die Ausübung des Gelernten, also die praktische Ausbildung, auf dem Lehrprogramm. Einige Athleten des MTV Tostedt stellten sich als Versuchsobjekte auf dem nebenan liegenden Sportplatz zur Verfügung. Hier wurden dann aus den Teilnehmern jeweils Starterteams mit drei Personen (Starter, Rückstarter 1, Rückstarter 2) gebildet und dann Gruppe für Gruppe an den Start gebeten.

Selbstverständlich wurden die Starterteams nicht der „normalen“ Situation ausgesetzt. Kleine Fehler wurden auf Weisung des Referenten durch die Versuchsobjekte in den Startablauf eingebaut. Ebenso wurde Fehlverhalten von „Unbeteiligten“ suggeriert. Die Probanden sollten also nicht nur die Fehler im eigentlichen Startablauf erkennen, sondern auch das Umfeld auf Sicherheitsprobleme beurteilen. Wichtig war dabei, der jeweiligen Situation die angemessene Reaktion entgegen zu bringen.

Die abschließende schriftliche Prüfung – wieder im Lehrraum – wurde von allen Lehrgangsteilnehmern mit der erforderlichen Punktzahl zum Bestehen abgeschlossen. Aus den möglichen erreichbaren Punkten mussten mindestens 75 % erzielt werden.

Die Lehrgangsleitung überreichte dann an alle Lehrgangsteilnehmern die Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an der Grundausbildung START. Nach der Schlussbesprechung wünschte Schirner allen viel Erfolg als Starter und wies noch darauf hin, dass Routine und Erfahrung nur über entsprechende Einsätze und Zeit zu erreichen sind.

Neue Starter sind: Christiane Schulze (MTV Tostedt), Jan Abelbeck (SV Munster), Ditmar Grote (SV Rosche), Martin Kilian (VfL Suderburg) und Anna Elisabeth Pape (LAV Zeven). Aus dem LV Sachsen-Anhalt bestanden Stephan Engel und Dietrich Müller (beide Haldensleber SC) und aus dem LV Hamburg Kai Geffers (Hamburger SV).




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