Niedersächsische Leichtathleten des Jahres 2016:

ah - (16.01.2017) Bei den Männern setzte sich unser Hochsprung-„Altmeister“ Eike Onnen (Hannover 96), der momentan gerade seinen „gefühlten 3. Frühling“ erlebt, relativ deutlich mit 42,6 % der abgegebenen Stimmen durch. Damit wurde seine über das gesamte Jahr konstant guten Leistungen honoriert. Endlich einmal verletzungsfrei gelang dem 33-Jährigen nach dem 2.Platz bei der Hallen-DM dann der Titel bei der Freiluft-DM. Bei der EM in Amsterdam erreichte er dann mit der Höhe von 2,29 m die lange erhoffte internationale Medaille:  Bronze, höhengleich mit dem zweitplatzierten Briten Grabarz. Bei den Olympischen Spielen in Rio schied er dann leider knapp und etwas unter Wert geschlagen in der Qualifikation mit übersprungenen 2,26 m aus, hier war sicherlich sogar noch mehr drin! Insgesamt eine tolle Saison und somit auch hochverdienter Niedersächsischer Leichtathlet des Jahres 2016!

Platz 2 erreichte bei dieser Wahl unser 800m-Läufer Sören Ludolph von der LG Braunschweig. In seinem letzten Wettkampfjahr schien er ein Abonnement auf den 2. Platz zu haben:  Bei der Hallen- wie auch bei der Freiluft-DM wurde er jeweils Vize-Meister, darüber hinaus bei der Langstaffel-DM über  3x 1.000m mit der LG Braunschweig ebenfalls Zweiter. Bei der EM in Amsterdam war dann leider im Halbfinale für ihn Schluss.

Unser TOP-Sprinter und Vorjahressieger vom VfL Wolfsburg, Sven Knipphals, hatte 2016 eine durchwachsene Saison. Vor allem verletzungsbedingt lief es bei der DM mit Platz 4 über 100m noch nicht so wie erhofft. Bei der EM in Amsterdam mit der deutschen 4 x 100 m-Staffel konnte er dann wieder voll überzeugen und erreichte mit dem Team einen tollen Bronzerang! Bei den Olympischen Spielen wurde dann um wenige Hundertstel-Sekunden äußerst knapp der Finaleinzug mit der deutschen 4 x 100 m-Staffel verpasst. Bei der Wahl zum Niedersächsischen Leichtathlet des Jahres 2016 reichte es in diesem Jahr damit zu Platz 3.

Bei den Frauen gewann recht klar unsere 400m-Läuferin vom VfL Oldenburg, Ruth Sophia Spelmeyer, die aufgrund ihrer überzeugenden Leistungen hochverdient zur niedersächsischen Leichtathletin des Jahres 2016 gewählt wurde. Neben dem DM-Titel über 400m erreichte Sie bei den Europameisterschaften im Einzel das Halbfinale und mit der deutschen 4x 400m-Staffel Platz 5. Bei den Olympischen Spielen in Rio zeigte Sie sich topfit und erreichte mit neuer persönlicher Bestleistung von 51,60 sec über die Stadionrunde das Halbfinale. Insgesamt ein überragendes Jahr für Ruth!

Unsere Stabhochspringerin Annika Roloff vom MTV 49 Holzminden kam bei der Wahl zur niedersächsischen Leichtathletin des Jahres 2016 auf einen guten 2. Platz.  Hier wurde ihre deutliche Leistungssteigerung auf die neue persönliche Bestleistung und niedersächsischen Landesrekord auf 4,60m honoriert. Bei der Hallen-DM sowie der DM erreichte Sie jeweils die Bronzemedaille, bei der EM schied Sie in der Qualifikation aus. Beim Saison-Höhepunkt, den Olympischen Spielen in Rio wurde Sie dann achtbare 11. Insgesamt doch ein sehr zufriedenstellendes Jahr für Annika!

Auf Platz 3 der Wahl landete eine „niedersächsische Newcomerin“:  Fate Tola Geleto von der LG Braunschweig, die über 5.000m überlegen den DM-Titel gewann und bei der EM Platz 9 belegte. In ihrer eigentlichen Paradedisziplin, dem Marathon, konnte Sie in Frankfurt in der Weltklassezeit von 2:25,42 Std. den DM-Titel gewinnen und sich schon jetzt für die WM 2017 qualifizieren. Schade, dass es mit dem Start bei den Olympischen Spielen nicht mehr geklappt hatte, auch in Rio hätten wir sicherlich eine TOP-Leistung von ihr sehen können!

Wesentlich knapper ging es dieses Jahr bei der weiblichen Jugend aus: Hier verwies die Weitspringerin Merle Homeier von der LG Weserbergland die Hindernis- und Mittelstrecken-Spezialistin Lisa Vogelgesang (Eintracht Hildesheim) auf den zweiten Rang.
Homeier steigerte sich in diesem Jahr auf 6,14m und erreichte 2016, neben dem 2. Platz bei der Jugend-Hallen-DM, auch den Titel bei der Jugend-DM im Freien. Belohnt wurde Sie dafür u.a. mit der Aufnahme in den Bundeskader und Länder-kampfteilnahmen.
Lisa Vogelgesang konnte bei der DM U18 über 3.000m mit persönlicher Bestzeit Platz 2 und über 1.500m Hindernis, ebenfalls mit neuer persönlicher Bestzeit, sogar den DM-Titel erringen. Bei der DM-Cross über 4,5 km ebenfalls mit Gold dekoriert, nahm Sie für Deutschland an der U18-Europameisterschaft über 2.000m Hindernis teil und wurde 11.
Lea Meyer, die bei der DM U20 über 2.000m den 2. Platz erreichte, kam bei der Wahl zur niedersächsischen Leichtathletin der weiblichen Jugend auf Rang 3.

Bei der männlichen Jugend fiel die Wahl hingegen recht eindeutig aus: Mit großem Vorsprung gewann Fabian Dammermann von der LG Osnabrück. Der 400m-Spezialist konnte die Deutschen Hallen-Meisterschaften der Jugend für sich entscheiden und erreichte darüber hinaus bei der DM U20 noch den dritten Platz. Bei der U20-Weltmeisterschaft konnte er mit der 4x 400m-Staffel  einen tollen 5. Platz erringen.
Zweiter bei der NLV-Wahl wurde Tom Schröder (SG Osterholzer LA), der in 2016 über 400m Hürden Deutscher U18-Vize-Meister wurde und bei den U18-Europa-meisterschaften einen ausgezeichneten 5. Platz erreichte.
Der Vorjahressieger und Hindernis-Läufer Jannik Seelhöfer vom SC Melle 03 kam, als Deutscher U20 Vize-Meister über 2.000m Hindernis, in diesem Jahr bei der NLV-Wahl auf Platz 3.




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